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Schulbildung


Verbesserung der Bildungschancen Grundsätzlich unterstützt und bestätigt der Antragsteller die Richtigkeit und Notwendigkeit von Gemeinschafts- und Tagesschulen. Aber, die Parteiprogrammatiker mögen bedenken:

dass die Forderung in solchen Schulen die Klassenstärke nur auf 25 Schüler zu beschränken zu bescheiden und ungenügend ist, dass das gemeinsame Lernen unterschiedlich begabter, in unterschiedlichen Entwicklungsphasen steckender, aus unterschiedlich fördernden und vermögenden Familien stammenden Kinder zu schwierig ist, keinesfalls sicher gegenseitig fördernd, sondern bei zu großem Bildungswillenabstand hemmend wirkt. dass dies der Grund ist, weshalb man ein dreigliedriges Schulsystem und weitere Bildungswege schuf.

Die einfache Abschaffung ohne besseren Ersatz löst diese Probleme nicht. Ich weise da auf das amerikanische Bildungssystem hin, das de facto ja im kritischen Alter nur ein Schultyp, meistens als Ganztagesschule kennt, die „Highschool“. Praktisch aber gibt es bei der Qualität dieser Schulen große Unterschiede in Bezug auf die Qualität des Unterrichtes. Wohlhabende Eltern schicken ihre Kinder auf private renommierte kostenpflichtige, teure Schulen und nur besonders lerntüchtige oder sportliche Schüler haben die Chance diese mit Hilfe von Stipendien auch besuchen zu können.
Die Vorstellungen der Parteiprogrammentwerfer würde eine solche Entwicklung in unserem Lande verursachen, was kontraproduktiv zur guten Absicht wäre, allen Kindern gleiche Bildungschancen zu gewähren. Mit diesem Vorschlag können wir die Eltern schulpflichtiger Kinder nicht überzeugen. Es schadete unseren Anstrengungen um Wahlerfolg. Man möge der SPD und den Grünen nicht nacheifern. Ein Schulsystem ist billiger als 3 und ob die Forderung nach Ganztagsbetreuung und 25 Schüler pro Klasse nicht letztlich Kompromissen geopfert werden wird, ist durch aus denkbar.

Vorschlag Stattdessen sollte eine ganztägige Gemeinschaftsschule angestrebt werden, die kleine, flexible durchlässige, also in sich wechselnde, nur etwa 10 Kinder starke Lerngruppen aufweist. Dies ermöglicht individuellen Unterricht in weitgehend homogen Gruppen, in denen die Kinder jeweils nach Notwendigkeit nachgefördert oder besonders gefördert werden, unterschiedliche Begabungen und Entwicklungsschübe ohne Belastung berücksichtigt werden können, Bildungsabschlüsse ohne Stress erreicht werden.

Eine solche Schule kann aus organisatorischen Gründen personeller, räumlicher und zeitlicher Art nur eine Gesamt- und Ganztagschule sein. Eine solche Schule wird den Anforderungen aller Kinder viele besser gerecht als die dreigliedrige oder simple klassenorganisierte, da die Kinder ohne Entscheidungsstress, sich jeweils nach ihrer
aktuellen Entwicklungsfähigkeit entfalten können. Es schüfe auch durch die eher homogene Zusammensetzung in der jeweiligen Gruppe die Voraussetzungen für ein erfolgreiches gemeinschaftliches Lernen im Fach. Da die Gruppen ja flexibel, jeweils fachbezogen sind kommen die Kinder in den anderen passenden Gruppen auch mit anderen Kindern zusammen; ihr Schulkameraden- und Freundeskreis kann ungleich größer werden, was die Erziehung zur Gemeinschaft förderte. Die Eltern könnten ein solches System nicht ablehnen.

Natürlich kostet ein solches System ungleich mehr Geld, aber alle Parteien sind sich ja einig, dass Bildung die wichtigste deutsche Wirtschaftsressource sei. In die Bildung und Ausbildung unserer Kinder viel mehr zu investieren ist ja die grundsätzliche Forderung.

Dieses System muss und kann auch nicht auf einmal eingeführt werden, wohl aber schrittweise. Mit der 4. später erweiternd auf die 5. 6. usw. Schulstufe.

Wichtig ist aber dieses Ziel zu nennen, zu erklären, es zu unserer Absicht machen.


Diskussionen

  • Ganztags- bzw. Gemeinschaftsschulen sind eine feine Sache. Ich war auf einer und sie verhalf mir zu einem guten Abschluss.

    Erst in dieser Schule bekam ich die Zuwendung die ich brauchte.

  • Itancana ist dafür
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    Ja Du hast recht ... ich stehe hinter vielen Ideen der Linken, aber da ich hochbegabt bin, auch einen hochbegabten Lebensgefährten und bezüglich Vererbung unter meinen Kindern eines dabei habe, kann ich eins aus Erfahrung sagen.

    Es ist mega-frustrierend, wenn man gemeinsam mit Menschen etwas lernen muss, das man längst begriffen hat, einfach nicht von der Stelle kommt.

    Das führt auf beiden Seiten nur zu Hass und Ablehnung und hilft niemand, weder den guten noch den schlechten Schülern.

    Gerade die Bildungsstätten der ARGE oder früher des Arbeitsamtes sind der Hit dieser Sachen:

    Was dort angeboten wird, richtet sich nach den Ungebildesten der Ungebildeten .. man verdummt, vertut sinnlos seine Zeit und es bringt niemand weiter, der auch nur halbwegs gebildet ist.

    So sollte das nicht aussehen.

    Man sollte vielmehr Menschen nach ihren Begabungen fördern.

    Ich denke z. B., da ich lange mit einem Handwerke ohne Hauptschulabschluss verheiratet war ... auch Menschen, deren Intellekt nicht so ausgeprägt sind, können oft andere Dinge sehr gut .. ich kann z. B. schlecht Autofahren und kaum einen Nagel in die Wand schlagen und habe meinen Ex-Mann immer sehr geachtet, weil er so geschickt und durchaus lebensfähig war.

    Ich denke, wir brauchen vielleicht eine andere Definition von Intelligenz.

    Jeder Mensch kann etwas anderes gut und man sollte das nicht abwerten.

    Ich habe mal während meines Studiums ein Buch von Adorno gelesen, der eiskalt behauptet hat, Menschen, die nicht differenziert begründen können, warum sie etwas gut oder schlecht finden, neigen zum Rechtsradikalismus.

    Ich glaube, solche Behauptungen nach dem Krieg haben hier in unserem Land dem Sozialdarwinismus Tor und Tür geöffnet.

    Das sollte man wieder ändern, denn alles, was hier passiert, ist nur eine Folge davon.

    Rassismus ablehnen darf nicht heißen, Sozialdarwinismus einführen.

    Aber Gleichmacherei ist nicht der Weg .. sondern Anerkennung der Tatsache, dass die Menschen nunmal verschieden sind und jeder andere Begabungen hat.

    LG Renate

  • Das US-Bildungssystem kennt zwar nur einen Schultyp. Durch den Einfluss der Eltern auf das Curriculum in den Schulen entstehen aber große Unterschiede zwischen Stadtteilen. Ferner variiert die Ausstattungspraxis in den US-Schulen erheblich.

    Während eine Schule die Qualität eines guten Gymnasiums hat so haben andere Schulen das Level der ehemaligen Rüthli Schule.

    Generell stimmt aber, dass die Gemeinschaftsschule nichts bringt wenn darin dann nicht auch mit neuen pädagogischen Konzepten gelernt wird. Man könnte hier auf konstruktivistische Methoden und das Lernmodell der Skandinavier verweisen.

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