-4

Klare Abgrenzung zu SPD und Grünen


Ich finde wir "Die Linke" muß sich klar von der SPD und den Grünen abgrenzen. Bei Regierungsbeteiligungen sollten wir klar auf unsere Positionen wie "Bedingungsloses Grundeinkommen, Mindestrente, Mindestlohn " usw. pochen. Kompromisse in diesen Bereichen nur weil wir mitregieren wollen sollte es nicht geben. Auch das gehört meiner Meinung nach ins Parteiprogramm. Auch in den Bereichen Umwelt-u. Naturschutz, Bundeswehr und Bildungspolitik sollten wir eine klare Meinung im Parteiprogramm haben.


Diskussionen

  • heathcliff ist dagegen
    +2

    Ich verstehe nicht, was das mit unserem Programm FÜR etwas zu tun hat oder haben sollte. Ich denke, hier sollten Ziele formuliert werden, und nicht kurzfristige gegen-wen-auch-immer Aversionen. Um irgendwas zu erreichen, werden wohl auch wir Linke ab und zu Kompromisse eingehen müssen und eben dann entscheiden, ob dies zu viel Nachgeben wäre oder nicht.

    Im Programm hat das - meiner Meinung nach - aber nichts zu suchen. Keiner weiss, was andere Parteien in Zukunft vertreten werden oder auch nur bereit sind, mit zu machen.

  • joschie99 ist dafür
    +1

    Nach der Rede von Klaus Ernst auf der Kreisvorsitzendenkonferenz in Hannover sehe ich es als notwendig ein, meine Meinung zu ändern. Und dem Vorschlag letztendlich doch zuzustimmen. Ebenso bedingt dadurch, dass SPD und Grüne den faulen Laufzeitverlängerungskompromiss der neoliberalen Koalition bei Atomkraftwerken mitgetragen haben.

  • Itancana ist dagegen
    +1

    Also würde ich nicht grundsätzlich so sehen. Warum sollte man nicht versuchen, manches von dem, was wir erreichen wollen, zumindest in Teilschritten zu versuchen, wenn beispielsweise diese beiden Parteien das mitziehen. Ein BGE ist toll ... ein höherer ARGE-Satz wäre auch auch schon eine Hilfe .. wenn sie denn bereit wären, sich mit uns gemeinsam auf sowas einzulassen ... nur zum Beispiel. Eine klare Meinung zu haben, was wir gerne als Endziel erreichen möchten, hat doch nichts damit zu tun, dass wir dieses Ziel auch ansteuern könnten, indem wir zumindest schonmal was davon durchsetzen und ich halte es für denkbar, dass gerade die SPD oder die Grünen da schon in manchen Bereichen Teilansätze von dem haben, die wir auch haben ... es reicht nur nicht aus, wäre aber besser als nichts. Von mir aus lynch mich jetzt für meine Meinung. Den Leuten, die bisher z. B. bei Firmen wie Kik für 3.50 Euro haben arbeiten müssen, mag bereits helfen, dass sie jetzt soweit ich das mitbekommen habe, zumindest sagen können, der Mindestllohn liegt irgendwo zwischen 7,59 - 8.00 Euro .. konnte noch keine konkrete Zahl finden, als ich das letztemal suchte. Klar ist auch das viel zu wenig, aber immerhin ein kleiner Anfang.

  • Ich halte Pragmatismus für den besseren weg. Auch kleine Schritte in die richtige Richtung sind hilfreich. Das reale Leben ist kompromissbehaftet.

  • MichaB ist dagegen
    +1

    Parteiprogramme sind keine Wahlprogramme. Ein Parteiprogramm sollte deutlich machen, dass DIE LINKE in Opposition zum herrschenden Gesellschaftssystem steht, egal ob an einer Regierung beteiligt oder im Parlament vertreten.

    KOA-Verträge werden lt. Satzung durch einen entsprechenden Sonderparteitag bestätigt oder auch nicht bestätigt. Ich bin nicht dafür, jetzt noch eine Satzungsdiskussion aufzumachen.

    Im übrigen sehe ich eine Abgrenzung zu anderen Parteien nicht nur in Inhalten, sondern auch in Formen der politischen Arbeit. Die Nutzung von liqid.net durch DIE LINKE zeigt, dass wir uns da nicht verstecken müssen

  • Hallo Wolfgang, du müsstest noch eine Umsetzung hinzufügen. Klicke unten auf "bestehende Norm ändern", um konkrete Änderungen am Text und/oder seiner Struktur vorzuschlagen. Viele Grüße, Mark

  • Abgrenzen ist schon richtig. Wir sind eine eigene Partei. Wir haben weitreichende Ziele und nur viele Überschneidungen auf dem Weg zum Ziel. Gerade die Grünen aber sind es die mit uns um den Stimmenverlust der "großen" Parteien konkurrieren. Die Grünen werden noch von vielen missverstanden und gelten zu Unrecht als soziale Partei wie sie es dereinst in ihren Gründungsjahren war.

  • Erdmaennchen ist dagegen
    +1

    Klare Meinung ist wichtig - dann die Suche nach Bündnispartnern. Abgrenzung ist beachtenswert, aber sekundär. Die meisten historischen Misserfolge der Linken sind eingetreten, weil der Abgrenzung mehr Beachtung gewidmet wurde als zielführendem Wirken.

  • Deichschuetzer ist dafür
    +1

    Korrekt. Auch wenn das Wort "Abgrenzen" nicht ideal ist. Schließlich wollen wir mit SPD und Grünen langfristig zusammenarbeiten. Unsere "Haltepunkte" (Mindestforderungen) müssen wir klar ausformulieren. Auch wenn im Hamburger SPD-Programm zum größten Teil Geschwafel steht; es taucht auch der Begriff "Demokratischer Sozialismus" auf. Darauf kann man aufbauen.
    Genauso beim "Green New Deal":
    Yvonne Ploetz, die Nachrückerin von Oskar, hat dieses Konzept ziemlich auseinander genommen. Viele ihrer Argumente kann man ins Programm aufnehmen. Kritik am Green New Deal

  • grundi9 ist dafür
    0

    Noch sehe ich die klare Abgrenzung schon durch die Parteiprogramme und daran wird sich wohl auch, zum Glück, nichts ändern. Man kann´s auch andes formulieren : Bis jetzt ist nur die LINKE (von) dem neoliberalen Unsinn nicht erlegen/befallen, wenn sie das widererwarten tun sollte, wäre sie nicht mehr DIE LINKE. Ideologische Aufweichung durch realpolitisches Engagement und damit eventuell verbundene peinliche Kompromisse befürchte ich nicht. Es kann nur besser werden, auch wenn`s dauert.

  • Sparks ist dafür
    0

    Ich würde an Stelle des Wortes Abgrenzung den Begriff Unterscheidung wählen. Abgrenzung impliziert grundsätzliche Ablehnung, was aber eben nicht der Fall ist.

  • Arno1936 ist dafür
    0

    Ich bin auch für klare Abgrenzung. Allerdings weiß ich nicht, ob man das bedingungslose Grundeinkommen in diesem Zusammenhang anführen sollte, weil es dazu wohl noch Diskussionsbedarf gibt.

  • Schwob ist dafür
    0

    Seh ich auch so. Ich sehe keinerlei Perspektive für eine Zusammenarbeit mit kriegstreiberischen und ausbeuterischen Parteien welche die Wähler nach Strich und Faden belügen und betrügen. Lieber 100 Jahre aus der Opposition Druck ausüben anstatt sich auch nur einen Tag an einer derartigen Politik zu beteiligen. Wenn wir erfolgreich sein wollen müssen wir eine klare Alternative zu den anderen Parteien sein, als Steigbügelhalter für rot-grün gewinnen wir keinen Blumentopf!

Versionen


    1. Sie können einen Vorschlag unterstützen oder ablehnen.

    2. Und ihn in Ihre Beobachtungsliste aufnehmen.

    3. Informationen über den Vorschlag einsehen...

    4. ...Schlagworte für diesen Vorschlag hinzufügen...

    5. ...oder den Vorschlag mit anderen per Facebook, Google+ oder Twitter teilen.

    6. Kommentare können Sie nicht nur bewerten...

    7. ...sondern auch dazu verfasste Antworten einsehen...

    8. ...selbst eine Antwort zu einem Argument schreiben...

    9. ... und neue Argumente einbringen.

    10. Oder aktiv den Vorschlag mitgestalten und Alternativen einbringen.