+4

Forderungen für ein lebenswertes Netz


Am 19.07.2010 veröffentlichte der CCC diese Presseerklärung bzw. Forderungen.

Wir als Linke mit dem Wissen um die "Generation Internet" und um einen grundlegenden Wandel vom Medienverständnis im 21. Jahrhundert durch die massenhafte Vernetzung von Menschen der ganzen Welt über das Internet können uns meiner Ansicht nach nur anschließen und - vielleicht formell, jedoch nicht inhaltlich gekürzt - die genannten Forderungen in unser Parteiprogramm explizit aufnehmen.


Diskussionen

  • Puck ist dafür
    +3

    Es ist ein Problem, diese konkreten Forderungen in ein Grundsatzprogramm aufzunehmen. Es passt schlchet dort hinen. Deshalb müsste man manche Forderungen allgemeiner formulieren.

    Forderung 1 konnte ich in das Parteiprogramm unterkriegen (s.u. unter Umsetzung). Für die Anderen müsste man mehr umformulieren und evtl. einen neuen Abschnitt in das Programm aufnehmen. Vielleicht sollte man die Forderungen aufspalten in mehrere Liquid-Democracy-Vorschläge ? Was meint Ihr ?

  • iTim ist dafür
    +2

    Grundsätzlich dafür.

    Wobei natürlich bei einem "Grundrecht auf Breitband" definiert werden müsste, wie "breit" dieses tatsächlich sein sollte. Falls jemand HD-Streaming als Grundrecht fordert, macht er sich wohl eher lächerlich :-)

Versionen


  • 1 Bildung, Wissen, soziale Kompetenz, Kreativität, die
    2 Fähigkeit, Menschen zu vernetzen und zu begeistern, sind zu
    3 entscheidenden produktiven Kräften geworden. Durch den
    4 technologischen Fortschritt ist es heute möglich, global
    5 zusammenzuarbeiten und gleichzeitig ein hohes Maß an
    6 Autonomie zu bewahren. Die Nutzerinnen und Nutzer der neuen
    7 Medien sind zugleich auch ihre wichtigsten Schöpferinnen
    8 und Schöpfer. Bildung, Wissen und Kommunikation sind von
    9 zentraler Bedeutung in Wirtschaft und Gesellschaft und in
    10 demokratischen Prozessen und Entscheidungen. Doch nicht
    11 alle haben die Chance, auf diesen Gebieten Kompetenzen
    12 erwerben zu können. Daher vertiefen sich scharfe Spaltungen
    13 zwischen denjenigen, die über Wissen verfügen und damit
    14 produktiv umgehen können, und denjenigen, denen der Zugang
    15 zu Wissen schwer fällt oder vorenthalten wird.
    16
    17 Es ist Aufgabe des Staates, dafür Sorge zu tragen, dass
    18 alle Bürger Zugang zu Wissen haben, dazu gehört der Zugang
    19 zum Internet. Als Medium der Informationsbeschaffung löst
    20 das Internet den Fernseher ab, daher muss auch die
    21 Grundversorgung großzügig dimensioniert sein, damit sich
    22 jeder Bürger breitbandigen Netzzugang leisten kann. Auch
    23 darf der Entzug des Netzzugangs nicht als Strafe in
    24 Erwägung gezogen werden, weil das verhindern würde, dass
    25 Bürger am kulturellen und politischen Leben teilnehmen
    26 können.
    27
    28 Wir wollen eine Wissenschaftsentwicklung, die zu größerer
    29 gesellschaftlicher Verantwortung der Wissenschaftler wie
    30 der Anwender führt und die es immer mehr Menschen
    31 ermöglicht, an den Erkenntnissen und Ergebnissen
    32 teilzuhaben und ihre destruktiven Kräfte auszuschalten. Das
    33 schließt die Nutzung der Wissenschaften zur Erhaltung und
    34 Bewahrung der natürlichen Umwelt ein. Private Monopole über
    35 das gesellschaftliche Wissen widersprechen demokratischen
    36 Prinzipien des freien Zugangs zur Wissensallmende. Wir
    37 lehnen daher eine Privatisierung von
    38 Wissenschaftseinrichtungen ebenso ab wie von Bibliotheken,
    39 Museen, Theatern und anderen Stätten des Wissens und der
    40 Kultur.
    41
    42 Emanzipation ist nur auf der Basis einer Kulturgesellschaft
    43 möglich. Deshalb treten wir für die Förderung der Vielfalt
    44 der Träger kultureller Produktion ein, von öffentlichen und
    45 gemeinnützigen Institutionen, unabhängigen Verlagen,
    46 Studios, Agenturen und künstlerischen Produktionsfirmen.
    47 Wir wollen das regionale Kulturleben in allen sozialen
    48 Milieus fördern, Freiräume für die kulturelle
    49 Selbstbestimmung aller Altersgruppen gewährleisten und
    50 allen den Zugang zu und die Teilhabe an Kultur auch
    51 finanziell ermöglichen.

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