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Begriffsdefinition: Planwirtschaft


Mir ist aufgefallen, dass dieser Begriff gerne verwendet wird, um eine bestimmte Argumentation zu diskreditieren.

Daher möchte ich gerne über diesen Begriff diskutieren.

Ist planlose Wirtschaft das Gegenteil der Planwirtschaft? Ist ein Manager der einen Geschäftsplan hat, also in einer festgesetzten Zeit bestimmte Ziele erreichen möchte, ein Sozialist?

Als Ingenieur erscheint es mir widersinnig keinen Plan zu haben. Gesteckte Ziele, sind nur durch ein planvolles Handeln zu erreichen.

Mit "Planwirtschaft" in der negativen Deutung, ist wohl eher die "zentralistische wirtschaftliche Steuerung" gemeint, als das vorhanden sein, eines guten Plans.

Aus diesem Grund halte ich den Begriff "Planwirtschaft" für völlig problemlos und ideologiefrei. Dieser Begriff ist vielmehr abhängig vom Kontext in dem er sich befindet. Handelt es sich um eine Diktatur oder eine Demokratie, welche geplant wirtschaftet.

Mein Vorschlag hier lautet daher: Den Begriff "Planwirtschaft" als neutral zu definieren und ihn im negativen Sinn mit Zentralismus und im positiven Sinn mit Pluralismus zu ersetzen. Ich hoffe daher, dass unserer Volkswirtschaft gute Pläne verfolgt. Sollte hierfür mehr Einfluss vom Staat notwendig sein, dann ist das eben so!


Diskussionen

  • Also für mich bedeutet Planwirtschaft eine Wirtschaftsform in einer Diktatur . einfach aus dem Bauch raus, weil sie früher so genannt wurde.

    Ich verstehe zwar Deine Denkweise .. aber nee .. das ginge schief, denn ich denke, viele Menschen verstehen das was ich eben sagte unter Planwirtschaft.

  • gerrih ist dafür
    +1

    Sicher dass , ließe sich dikutieren. Aber man bekäme dann zur Anwort dass man das Wort "Planwirtschaft" ausschließlich im (autoritär-)sozialistischen Kontext begreift. Linke Gegner unterscheiden dabei linke demokratische Vorstellungen nicht vom autoritären Sozialismus

    • Der Vorwurf des planwirtschaftlichen Handelns wird dann kommen, wenn regulierungen des Staates gefordert werden. Die Alternative dazu ist aber ein völlig unregulierter Prozess. D.h. einen Plan zu haben ist immer besser als keinen zu besitzen.

  • grundi9 ist dafür
    0

    Leider ist der begriff Planwirtschaft negativ besetzt. Das ist eventuell ein gewisser Nachteil für die Vermittlung linker Politik an Menschen, die sich begünstigterweise keinen Kopf um Politik machen müssen oder über eine defizitäre Bildung verfügen. Geplant werden muss bzw. sollte immer, vor allem auch in einer Volkswirtschaft. Dabei ist für die Qualität dieser Planwirtschaft nur entscheidend, wer was plant, wie diese Planung konkret aussieht und ob/inwieweit das Allgemeinwohl damit erreicht wird. Ich gehe davon aus, dass das Ziel des Planens immer das allgemeine Wohl ist und damit auch die Art und Weise der Planung ein allgemeines bzw. demokratisches Anliegen ist. Bürger haben je nach Gegenstand des zu Planenden ein Recht auf Selbstplanung oder Mitplanung oder zumindest Transparenz des Planungs(gegen)standes.

    • ...wobei Du aber nicht außer acht lassen solltest, dass wir die Bevölkerungsgruppe der Armen und Hartz IV-Empfänger erreichen wollen, und viele davon haben nunmal eine defizitäre Bildung, die werden das nicht verstehen können und könnten deshalb sogar Angst vor uns kriegen. Inzwischen gibt es ... Gott sei Dank ist es so ... ja auch sehr viele gebildete Menschen unter den Hartz IV-Empfängern, Leiharbeitern usw., teils weil sie der älteren Generation angehören und oft nichtmal mehr das, aber die Menschen ohne viel Bildung trifft es als erstes, und das oft schon gleich, wenn sie die Schule verlassen, mit voller Härte. Wir sollten, weil wir ihnen doch helfen und sie auch als Wähler gewinnen möchten, deshalb unser Anliegen so formulieren, dass wir auch von dieser Bevölkerungsgruppe verstanden werden.

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