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Linke Mehrheit in der Bevölkerung


Offensichtlich hat die "sozial engagierte Politik" in diesem Land eine Mehrheit. Die Hamburgwahl zeigte dies sehr deutlich; SPD, Grüne als auch DIE LINKE bilden die Mehrheit in unserer Gesellschaft, selbst in der CDU/CSU und vereinzelt auch der FDP gibt es Sozialpolitiker.

Es muss doch irgend ein Thema, irgend eine Forderung geben, welche wirklich von allen getragen werden kann aber noch nicht umgesetzt wurde.

In meinem bisherigen tun, versuchte ich meine Vorstellung eines klein bürgerlichen Lebens zu verwirklichen. Ich bin gescheitert. Neben meinen eigenen Fehlern, glaube ich an die Existenz systematischer Fehler. Seit einigen Wochen äußere ich meine Meinungen öffentlich; dieses Forum ist das von mir gewälte Medium. Ich bin absoluter Neuling in dieser Branche.

Entweder ist es "sozialer Selbstmord", oder die Ausübung meiner Bürgerpflicht bzw. meines Bürgerrechts meine Meinung öffentlich zu bekunden.

Heute (21.02.11) - ich betone - heute, war ich in der Bibliothek und suchte nach einem Buch, welches sich mit dem Thema BGE auseinander setzt. Nach dem ich eins fand und es teilweise querlaß, stellte ich mit entsetzen fest, das dieses Thema bereits breit in der Öffentlichkeit, zumindest aber innerhalb der Parteien diskutiert wurde, sowohl die Vor- und Nachteile als auch mögliche Ansätze in Richtung eines BGE's werden wohl schon seit langem rauf und runter diskutiert.

Ähnlich wie in der Bildungspolitik, der Gesundheitspolitik, oder der Energiepolitik.

Warum ist es denn nur so schwer, innerhalb dieser Themenbereiche, einen minimal Konsenz zu finden? Ich erwarte von der Politik, dass sie die Probleme der Menschen löst.

Entsprechend dem, zumindest von mir subjektiv erlebten Stillstands innerhalb der Politik, drängt sich mir die Frage auf, ob wir schon im Zenit unserer Gesellschaftlich-Kulturellen Entwicklung stehen. War das alles? Muß das Leben so sein, wie es sich heutzutage darstellt?

Wenn jede Veränderung nur eine Verschlechterung bedeutet dann wäre dies wohl so.

Unserer Vorfahren mussten sich noch gegen die Natur behaupten. Wir haben diesen Zustand längst überwunden. Mittlerweile bestimmen wir, wo es regnen soll; unabhängig von dem Sinn dieser Fähigkeit, besitzen wir sie. Es ist nun an der Zeit, die Bedingungen in unserer Gesellschaft in eine humanere Richtung zu lenken.

Auch kleine Fortschritte sind Fortschritte! Wenn immer versucht wird, den großen Wurf zu landen, werden wir nicht weiterkommen. Jedes versäumte Richtige führt zu nachhaltigen Schäden. Wenn heute etwas objektiv gutes getan werden kann, dann ist die Vertagung ein nicht mehr aufzuholender Verlust!

Ich fordere daher zur Kooperation mit anderen Kräften auf, welche auch, selbst nur teilweise, unsere Ziele verfolgen. Die Schnittmenge ist zu benennen und umzusetzen. Parteiegozentrik, egal von welcher Partei, führt nicht zu einer Veränderung unserer Gesellschaft zum besseren.

Es ist mir ehrlich Egal, wessen Name auf einer Errungenschaft steht, wenn diese nur endlich zur Verfügung stehen würde. Das Leid der Menschen findet kontinuierlich statt!


Diskussionen

  • gerrih ist dagegen
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    Sorry! SPD und Grüne sind keine sozialen Parteien , die tun nur so. Ein Großteil der Bevölkerung hat das nur noch nicht entdeckt. Diese Parteien leben noch vom alten guten Ruf und der Gewohnheit.

    • Diese Sicht halte ich für völlig überzogen und führt nur dazu, dass keine Einigung aufgrund erbitterter Feindschaft erreicht wird. Es gibt bestimmt asoziale Mitglieder innerhalb der Parteien und der entsprechenden Wählerschaft. Jegliche Verallgemeinerung ist aber unzulässig und führt nur zu einer ablehnenden Haltung innerhalb der Mehrheit dieser Gesellschaft gegenüber den Vertretern einer pauschalisierenden Unterstellung. Auf diese Weise wird der pauschalisierende zu Recht nicht mehrheitsfähig.

      Die Frage, ob das erwünscht ist, muss in diesem Moment gestellt werden. Die Mehrheit ist links, die Mehrheit ist benachteiligt. Die Mehrheit kann in einer Demokratie nur durch das gewinnen eben dieser Mehrheit im politischem Sinn befreit werden. Diese Mehrheit als dumm oder asozial zu bezeichnen halte ich für taktisch unklug.

      • Habe ich irgendwo gesagt, dass die Mehrheit der Bevölkerung in diesem Staat dumm und asozial ist und wenn, zitier mal bitte, wo. Danke.

        • Ich glaube Du verwechselst hier etwas, mein von Dir kommentierter Text bezieht sich auf die Reaktion von "gerrih", welcher schrieb: "Sorry! SPD und Grüne sind keine sozialen Parteien , die tun nur so. Ein Großteil der Bevölkerung hat das nur noch nicht entdeckt. Diese Parteien leben noch vom alten guten Ruf und der Gewohnheit. ".

          Diese Sichtweise wurde schon an anderer Stelle öfter dargestellt. Deshalb sah ich mich geneigt, den Text so zu schreiben wie ich es tat.

          • Ach so, da habe ich Dich dann falsch verstanden.

            Aber wenn ich so drüber nachdenke, er hat damit vermutlich nicht unrecht. Ich würde mich dazu zählen, als es allen gut ging, habe ich jahrelang ohne viel Infos einzuholen, einfach aus Gewohnheit immer die gleiche Partei gewählt, treu und brav. Dass ich bei den Linken gelandet bin, hat nur damit zu tun, weil es uns persönlich und über den Zwangsumzug dann auch viele neue Bekannte halt hier ununterbrochen knüppeldick trifft und ich mir trotz meines Alters dann irgendwann gesagt habe, Renate, Du hast mal zu den alten 68igern gehört, also steh auf und tu was und versuch, das was Du an Verstand hast und Dein Lebensgefährte auch .. der ist nicht Parteimitglied, würde er auch nicht machen, aber sehr intelligent, arbeitslos und erzählt mir viel, das ich dann versuche, mit umzusetzen, so gut ich kann .... irgendwie einzubringen.

            Ich habe z. B. gerade vor einigen Minuten einen Newsletter der IG Metall Initiative gegen Leiharbeit bekommen, wo drin stand, unser Staat zahlt an ARGE-Ergänzungen an Leiharbeiter jeden Monat !!!!!! 40 Millionen Euro.

            Das wundert mich nicht, weil man immer mehr Menschen zwingt, sowas zu machen und man allenfalls alleine mit dem Lohn klarkommen kann, schon als Paar, wenn nur einer verdient, nicht mehr und mit Kindern schon ganz und gar nicht.

            Und in der Arbeitslosenstatistik ist man nicht mehr drin, da ist man ja schon nicht mehr drin, wenn man bloß irgendwo Zeitungen austrägt.

            Und dann reden sie vom Aufschwung.

            Also hab ich mir gedacht .. es reicht schlicht und ich sollte halt auch was tun, weil es einfach notwendig ist und ganz blöd bin ich ja eigentlich nicht, habe früher im Job recht viel geleistet und auch mal ein wirklich klasse Abitur gemacht und hoffe, ich kann irgendwo mithelfen, in diesem Land endlich was zu verändern.

            Aber ich wäre da vermutlich ohne Not in der eigenen Familie auch nicht so dazu gekommen. Man muss vermutlich oft auch erst irgendwo miterleben, dass es so ist oder noch besser es am eigenen Leib erfahren, bevor man wirklich wach wird.

            Und insofern denke ich nicht, dass gerrih da so falsch liegt wie Du glaubst.

            LG Renate

            • Die SPD und die Grünen mögen Fehler gemacht haben, dagegen sage ich nichts. Deshalb sind sie aber nicht gleich asozial (nicht sozial).

              Ich glaube das es sehr schwierig ist, immer das Richtige zu tun.

              Möglicherweise haben sie sogar, bezogen auf das bisherige Wirtschaftsystem, das Richtige getan. Genau aus diesem Grund bin ich jetzt bei den LINKEN. Ich möchte Veränderungen des Systems erreichen.

              Ich möchte, dass sich die Grundeinstellung und die damit einhergehenden Anreize verändern. Solange Menschen nur durch Geiz geil werden, solange stimmen diese Anreize nicht.

    • Logisch tun die nur so ... die Grünen haben auch immer schon nur so getan, bei der SPD war es nach meiner Erfahrung früher mal anders .. aber was sie grad in der Hartz IV Debatte abgezogen haben, schlägt dem Fass den Boden aus.

      Aber was ich halt sagen wollte, gemerkt haben sie alle was und versuchen halt so zu tun, als ob sie was machen wollten, um ihre Wähler nicht zu verlieren und in Hamburg hast Du gesehen .. war ja noch vor dem Entscheid jetzt ... es hat doch mal wieder funktioniert, da viele Menschen hinters Licht zu führen.

      Leider.

  • Moin .... willkommen bei den Linken.

    Ich bin auch noch relativ neu dabei. Ich weiß auch noch vieles nicht, obwohl ich mich seit ca. 1,5 Jahren sehr fleißig durch alle Newsletter, e-mails und sonstiges fräse, was mir die Partei so zuschickt und hier vor Ort gelegentlich auch mal life dabei war, um mich einzuarbeiten, damit ich irgendwann mal in der Lage sein werde, wirklich an der Parteiarbeit mitzuwirken.

    Also ich empfinde es auch so, dass die Zustände zumindest in unserem Staat von Jahr zu Jahr schlimmer werden.

    Gerechtigkeit .. da lache ich nur noch drüber.

    Und ja ... schon vor mehr als 10 Jahren, als ich mich mal zu einem Treffen mit meinem ehemaligen Abi-Jahrgang traf und schreiben sollte, was ich so mache, schrieb ich .. ich sitze zu Hause und warte auf die Revolution, denn die erforderlichen Mehrheiten in der Bevlkerung müßten ja nun eigentlich bald erreicht sein.

    Ich hatte bei meinem später Abi im Alter von 38 Jahren damals eine Gemeinschaftskunde-Lehrerin, die sicher gut in die Karrikaturen-Sammlung der neuen Zalando-Werbung, die auf Rainer Langhans anspielen sollte, also Kommune 1, passen könnte ... ergo haben wir mehr als 2 Jahre lang fleißig die Ideen von Marx diskutiert und so wie ich das verstanden habe, geht die Revolution dann also friedlich von alleien von statten, einfach weil eine Mehrheit dann so denken wird.

    Da ich kaum noch jemand kenne, der sich in diesem Staat wohl fühlt, glaube ich, wir stehen kurz davor.

    Und deshalb auch, ich bin in die richtige Partei eingetreten, die dann da sein wird, um was daraus zu machen, obwohl auch die anderen langsam was merken, damit hast Du recht, das entnehme auch ich der Presse.

    Es stimmt, der Zeitgeist ist links.

    Wie man das im Parteiprogramm formulieren könnte, keine Ahnung.

    Unsere Profis hier werden das schon schaffen .. nicht wahr ????

    Lächel ... Renate

    • es ist doch nicht notwendig gleich alles zu wissen. Wenn Du in einem Thema schon stark bist dann sei in diesem aktiv.

      • Wo ich mich auskenne, werde ich mich hier einbringen. Das ist häusliche Pflege, Demenz und dass es leider in der Pflege überhaupt keine Berücksichtigung findet. Dann Mindestlohn, Leiharbeit, die ganze Palette der Probleme mit der ARGE, Schulden, von früher her auch was eine Großfamilie ist .. habe 4 Kinder, inzwischen erwachsen, Bedarfsgemeinschaft, wohnen im Ghetto, keinen Rechtsanwalt finden zu können, der einen ohne Geld auch anständig vertritt, dass Du so in diesem Staat fast immer verlierst ... aber langsam, weil Du ja mußt, zum Juristen mutierst .. usw. Und da ich aufgrund der Pflege viel zu Hause bin und Internet habe, kann ich hier bei Euch auch wirklich ws tun .. sonst konnte ich das ja leider nie so wirklich, weil ich hier schlecht weg kann. Meinen Tonfall müßt Ihr so hinnehmen wie er ist, das ist ein Mix aus Bildung und Gosse, der so entstanden ist, dass ich 40 Jahre die Frau eines nordeutschen Bauarbeiters war, selbst aber nach der Erziehungsphase meiner Kids dann das Abitur nachgemacht und auch eine Weile studiert habe .. dann einen Partner habe, der auch Abi und Studium hinter sich gebracht hat, genauso wie ich .. bin im Ursprungsberuf Industriekauffrau ... viele Jahre nen guten Job gehabt, viel verdient, Erfolg gehabt .. dann Scheidung, Absturz bis in die tiefsten Tiefen, er ganz obdachlos, ich mit meiner Mama im Rollstuhl sitzend nur fast ... im Ghetto gelandet, Kampf pur hinter uns.

        Und so sprechen wir halt ... ich spreche auch in voller Absicht so, wie es meinem Lebens- und Erfahrungshintergrund entspricht .. also von gebildet bis ab in die Gosse .. denn in der Gosse kenne ich mich aus und würde gerne helfen, dass die Massen .. inklusive uns selbst .. da wieder raus kommen.

        LG Renate

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