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Reichen bei Schulden nicht Gerichtsvollzieher und Offenbarungseid?


Hierzulande verbietet niemand Inkasso-Haie, die häufig die reinsten Betrüger sind, obwohl es doch die Möglichkeit der normalen Klage und Gerichtsvollzieher gibt. Reicht das nicht an Kosten für den Menschen, der seine Rechnungen nicht mehr bezahlen konnte?

Es gibt die Eidesstattliche Versicherung bzw. landläufig Offenbarungseid genannt und macht würde sich strafbar machen, innerhalb der 3 Jahre von dessen Gültigkeit nicht zu zahlen, wenn man es wieder könnte. Genügt sowas nicht?

Warum kann eine Firma direkt nach dem Offenbarungseid eine Kontopfändung machen, obwohl jemand gar kein pfändbares Einkommen hat, danach aber sein Konto nicht mehr verwenden kann.

Auch das neue P-Konto hat Tücken.

Sobald man einmal in einem Monat etwas nachgezahlt bekommt oder Zahlungen nicht vollkommen gleichförmig kommen, hat man wochenlange Warterei auf das ja dringend benötigte Geld in Kauf zu nehmen, weil man dann nämlich erst zum Gericht muss um zu beweisen, dass es sich .. ich nenne jetzt mal ein Beispiel, wo ich das unlängst mitbekommen habe ... um beispielsweise 3 Monate Nachzahlungen von Bafög handelt, wo der arme Student dringend drauf gewartet hat und immer noch nicht dran kommt.

Das gleiche kann passieren, wenn eine Zahlung mal erst am Ersten, dann aber bereits am Dreißigsten eintrifft.

Also ... auch das P-Konto hilft den Menschen mit Schulden nicht wirklich.

Eine Lohnpfändung ist fast noch schlimmer, sollte man einen Job haben .. da kann man sicher meistens gleich seine Sachen packen.

Ich möchte vorschlagen zu bewirken, dass Inkassounternehmen, Kontopfändungen und Lohnpfändungen generell nicht erlaubt sein sollten, sondern man sich darauf besinnen sollte, dass Gerichtsvollzieher und Endesstattliche Versicherung ja doch ausreichend sind.

Sollte ich hierfür eine Norm finden, wo es dazu paßt, melde ich mich an dieser Stelle nochmal.


Diskussionen

  • gerrih ist dafür
    +1

    Richtig. Eine gerichtliche Mahnung genügte vollkommen und die geht heutzutage schon online. Inkassofirmen sind meistens überflüssig. Sinn machen sie nur wenn sich ein Schuldner durch Flucht versteckt und aufgespürt werden muss, bzw. Vermögen versteckt. Bei allen anderen offenen Schuldverhältnissen reicht die gerichtliche Mahnung und die ordentliche Klage, bzw. der Offenbarungseid. Abhife schüfe die Begrenzung der Eintreibkosten auf die Mindestkosten. Die da sind: gerichtliche Mahnung, Klagekosten zum festgesetzten Mindestsatz. Gläubiger die mehr "Service" haben wollen, müssen diesen selbst bezahlen. Es geht nicht an Inkassogebühren quasi als private Strafgebühren zuzulassen und zur Geldgewinnung zu missbrauchen. Aber davon abgesehen, gegen diese kann man sich auch jetzt noch in vielen Fällen wehren, wenn man den Einspruch und den Klageweg nicht scheut bzw. scheuen muss.

    • Hallo Gerrih,

      mein Freund sagt immer, es gibt irgendwo ein Kostenvermeidungsprinzip, das auch irgendwo gesetzlich festelegt sein soll, aber wo genau, weiß er auch nicht mehr.

      Deine Idee, dass man bei solchen Klagekosten einen Mindestsatz festsetzen sollte, ist nicht schlecht.

      Das würde genauso funktionieren wie das Raufsetzen der Löhne für Leiharbeiter und so weiter.

      Wenn sich etwas nicht mehr rechnet, lassen diese Firmen es von alleine bleiben.

      Ist ne gute Idee.

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