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Spitzensteuersatz von 100%


s. Kommentar unter "BGE nach Einführung regelmäßig anpassen" von meiner Person...

Hier eine fiktive lineare Steuertabelle für die Organisationsgröße von 1 Person:

0 % bei 0

10 % bei 100.000

20 % bei 200.000

30 % bei 300.000

40 % bei 400.000

50 % bei 500.000

60 % bei 600.000

70 % bei 700.000

80 % bei 800.000

90 % bei 900.000

100 % bei 1.000.0000

Angenommen jemand, also 1 Person oder ein Unternehmen mit einem Mitarbeiter, erwirtschaftet einen Gewinn (nach Abzug aller Kosten, Rücklagen-Wartung, Investitions-Rücklagen) von z.B.

1.) Gewinn 100.000,- so muss er 10.000,- Steuern bezahlen.

2.) Gewinn 300.000,- so muss er 60.000,- Steuern bezahlen.

3.) Gewinn 700.000,- so muss er 280.000,- Steuern bezahlen.

4.) Gewinn 1.000.000,- so muss er 550.000,- Steuern bezahlen.

5.) Gewinn 2.000.000 so muss er 1.550.000,- Steuern bezahlen!!!

Das bedeutet, dass eine Person maximal 1.000.000,- pro Jahr verdienen darf/kann.

Angeblich hat Josef Ackermann (Dt. Bank) gefordert, dass die Boni begrenzt werden sollen!!!

Diese Tabelle würde seiner Forderung gerecht werden: Begrenzung der Boni auf EUR 1.000.000,-

Erwirtschaftet ein Unternehmen z.B. EUR 3.000.000,- und würde die Dynamisierung der Tabelle ebenfalls einfach linear sein, so bedeutet dies:

Das Unternehmen müsste 2 Personen einstellen, damit sich die 100%-Grenze entsprechend verschiebt. Auf diese Weise wäre das Unternehmen gezwungen Personal einzustellen.

Dies ist nur ein einfaches Beispiel für diese Art Steuer-Tabelle. Sowohl die Stufen-Beträge, als auch die Dynamisierung könnte anders gestaltet werden. In jedem Fall ist das Unternehmen gezwungen Investitionen zu tätigen oder Personal einzustellen oder die Gehälter anzuheben.

Alles wünschenswerte Vorgänge...

Somit hätte ein armer Einkommensmillionär nur 450.000,- pro Jahr zum ausgeben; ein hartes Schicksal...


Diskussionen

  • Der kapitalistische Traum

    In diesem Kommentar möchte ich einmal eine Vermutung über die Träume eines Kapitalisten anstellen:

    Es gibt mindestens zwei zusammenhängende Bestrebungen, welche in unserer Gesellschaft bzw. in den Unternehmen dieser Gesellschaft umgesetzt werden.

    Zum einen ist es das sogenannte "outsourcing", bei dem versucht wird, lohnkostenintensive Betriebsanteile aus dem Unternehmen heraus zu lösen. Zum anderen ist es die immer stärker werdende Automatisierung, welche ebenfalls das Ziel hat lohnkostenintensive Arbeitsvorgänge durch Maschinen zu ersetzen.

    Beide genannten Maßnahmen sind die gängige Praxis in modernen Unternehmen.

    Das Ziel dieser Maßnahmen, also der "Traum des Kapitalisten", ist ein Unternehmen, in dem nur noch eine Person an einem PC sitzt und sämtliche Vorgänge von diesem einen Arbeitsplatz ausgehend gesteuert werden, wobei alle nicht automatisierbaren Arbeitsvorgänge ausgegliedert wurden.

    Diese Person würde unermesslich reich werden und als einzige davon profitieren. Weiterhin würden andere Unternehmen diesem Beispiel folgen; bis nur noch arbeitsintensive niedriglohn Jobs für die Mehrheit der Menschen zur Verfügung stünden.

    Dieser Prozess muss aufgehalten werden oder es muss ein BGE in angemessener Höhe zur Verfügung stehen. Mir persönlich wäre es egal, wenn ich z.B. als Gebäudereiniger (diese Tätigkeit habe ich mehrere Jahre ausgeübt) mit einem BGE von z.B. EUR 2.500,- netto bei heutiger Kaufkraft arbeiten müsste.

    Findet dieser Ausgleich nicht statt, egal in welcher Form, wird es eine Zukunft geben, welche ich nicht als lebenswert annehme.

    • es gibt viele kapitalistische Träume, ohne zu arbeiten viel Geld zu verdienen. Nur 2 hast Du genannt. Das BGE genügt nicht um den Einhalt zu bieten, lindert nur die Folgen. Nur wenn die wichtigen Produktionsmittel weitgehend im Allgemeinbesitz sind, ist gewährleistet ,dass techischer Fortschritt allen zugute kommt, dass eine freie Gesellschaft überhaupt möglich ist. Maschinen die alles erarbeiten, aber nur für wenige? Das ist doch Irrsinn

  • Also nur für eine einzelne Person ist das wirklich genug. Ich stelle mir das jetzt natürlich nicht leicht vor, auf jede Form von Selbstständigkeit umzurechnen, also für Firmen mit diversen Mitarbeitern (wobei man deren Löhne und Gehälter und die Sozialabgaben ja absetzen kann .. ich bin aber aus dem Bereich Lohnbuchhaltung und Finanzbuchhaltung, also Bilanz machen und so, recht lange raus, hab keine Ahnung, ob sich da inzwischen viel geändert hat). Man sollte, wenn man sowas weiter verfolgt, auf jeden Fall natürlich möglich machen, wirklich alle Kosten voll absetzen zu können, bevor in der Gewinn- und Verlustrechnung dann der Gewinn für den einzelnen Unternehmer ausgeworfen wird. Bzw. bei Kommandit- und Aktiengesellschaften und anderen Formen von Firman .. ich bin auch aus diesem Bereich lange raus, hab von 1969 - 1972 Industriekauffrau gelernt, das ist also ziemlich antik, sicher auch was es da alles an Unternehmensformen gab, könnte heute anders aussehen ... muss man dann ja berücksichtigen, dass sich den Gewinn zum Teil richtig viele Personen teilen, aber generell könnte es da ja ähnlich aussehen.

    Wobei ich meine, dass man auf eine einzelne Aktie nun garantiert nicht so viel an Gewinn haben dürfte, da müssen wir uns dann mal einen Kopf drum machen, wie man es da machen könnte, dass die Firmen nicht zu viel abschöpfen und so nichts mehr für die Arbeiter und Angestellten übrig bleibt.

    Und dann sollte man aufpassen, dass Firmen nicht mit anderen Scheinfirmen Gewinne schmälern, die als reine Abschreibungsobjekte nebenbei laufen.

    Ich habe das oft mitbekommen, dass es so gemacht wird. Sie haben miteinander vernetzte Firmen, eine fährt Gewinne, die andere soll gar nicht, läuft mit hoch minus nebenher.

    Ich hoffe, es gibt hier Leute unter uns, die sich da etwas besser auskennen als ich, wie man mit Abschreibungsfirmen Gewinne runter rechnet und Ideen haben, wie man da einen Riegel vorschieben könnte.

    LG Renate

    • Die volle Absetzbarkeit aller Kosten ist die Grundidee, weil dadurch das Geld im Umlauf bleibt.

      Produktions- und Wartungskosten sind sofort abzugsfähig. Investitionsausgaben müssen beantragt werden, sind aber dann auch voll abzugsfähig.

      Die unteren Steuerstufen (für normal sterbliche) besitzen dagegen pauschalen für allgemeine Kosten, aber auch sie dürfen Wartungen und Investitionen voll absetzen, z.B. für Reparaturen, Renovierungen oder Energiesparmaßnahmen.

      Die oberen Stufen werden für kleine, mittlere und große Unternehmen dynamisiert.

      Ein Großunternehmen könnte z.B. die nächst höhere Steuerschwelle (100%-Grenze) für 1000 Mitarbeiter erreichen. Diese Schwellwerte könnten aus statistischen Erhebungen über Unternehmen und deren Gewinne ermittelt werden. Die unteren Grenzen werden bereits bei z.B. 1 weiteren Person angehoben so haben Familien auch was zum knabbern.

      Das Ziel bestünde dann darin, diesen Unternehmen eine für die Gesellschaft sinnvolle Mitarbeiterzahl auf das Auge zu drücken.

      Aktiengesellschaften könnten ihre zu hohen Gewinne als Dividende ausschütten. Das wäre aber in Ordnung, weil für die Aktienbesitzer diese Tabelle auch gilt.

      Alle Einkunftsarten müssten berücksichtigt werden (Miete, Gehalt, Zinsen, Dividenden, Spekulationsgewinne). Kann jemand mit dem ganzen schotter nichts sinnvolles anfangen geht das Geld an den Staat.

      Wenn Unternehmen nicht diese obere Grenze erreichen ist das auch gut, weil sie alles richtig gemacht haben. Die unteren Steuergrenzen entsprechen ungefähr der heutigen Besteuerung. Das obere Beispiel greift bei 100% real 55% ab.

      Natürlich ist das ganze Modell in seinen Auswirkungen schwerwiegend. Ich glaube, dass sich eine ganze Menge verändern würde. Deshalb muss es gut ausgearbeitet werden, ob es tatsächlich funktioniert...

      Soll nichts kaputt gehen :-)

      Achso, Briefkastenfirmen hätten ein Problem, da sie keine Angestellten haben.

      • "Kann jemand mit dem ganzen schotter nichts sinnvolles anfangen geht das Geld an den Staat."

        Das ist auch richtig so. Ich bin ja nur Hausfrau mit etwas Schulbildung und einer recht qualifizierten Ausbildung früher mal im kaufmännischen Bereich, was ich auch ca. 20 Jahre dann Vollzeit gemacht habe .. später halt Abi nach und sonstwas.

        Aber ich sage schon lange, gibst Du den Armen auch nur 500 Tacken extra mal zum Verballern wie damals die Idee mit dem extra Weihnachtsgeld, sie täten es sicher fast alle sofort mit Wonne ausgeben und das brächte Umsatz. Manche Geldsäcke können aber die ganze Kohle gar nicht mehr ausgeben, weil die viel zu viel haben und tun damit nur eins ... Macht ausüben ohne Ende und das kann es doch nicht sein.

        "Natürlich ist das ganze Modell in seinen Auswirkungen schwerwiegend. Ich glaube, dass sich eine ganze Menge verändern würde. Deshalb muss es gut ausgearbeitet werden, ob es tatsächlich funktioniert..."

        Logisch .. by the way, Du hast glaube ich was im Kopf, leg doch mal Deine Kurzbiografie an, wer Du ungefähr eigentlich bist und wo Du her kommst .. danke

        Soll nichts kaputt gehen :-)

        Achso, Briefkastenfirmen hätten ein Problem, da sie keine Angestellten haben.

        Genau ... solche Firmen braucht auch keiner.

        • Habe nun eine Kurzbiographie...

          • Danke Dir .. ich finde, wenn man sich ein bißchen kennt, kann man besser einschätzen, wie der andere dazu gekommen sein kann, so zu denken, wie er denkt. Welche eigenen Erfahrungen er gemacht hat oder über andere hautnah miterlebt oder ob es nur angelesen ist und so weiter, und so fort.

  • Um dazu eine klare Entscheidung zu treffen, verstehe ich zu wenig von Finanzpolitik. .. Habe es gelesen und behalte es im Kopf. Vielleicht lerne ich ja noch dazu.

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