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Demokratiesierung der Wirtschaft u.Sozialismus im 21. Jahrhundert


Sehr geehrte Genossinnen und Genossen,

hiermit gebe ich, Eugen Rudolph, einen Betrage zum Unterpunkt III. Demokratischer Sozialismus im 21. Jahrhundert des Parteiprogramms ab.

Große Betriebe, Großunternehmen und Konzerne, die nicht mehr im Besitz der ersten Nachfolgegeneration der Grundfamilie sind und die derzeitig eine Umsatz über 1 Mrd. oder eine Personalstarke über 100000 Mitarbeiter/in haben sollten vergesellschafte werden, indem der Staat oder Gesellschaft die Produktionsmittel in Besitz nimmt. Über die Funktion, Eigenschaften und dem Design von Gütern, Produkte und Dienstleistungen, die diese Unternehmen herstellen, sollen die Menschen, so genannten Kunden und Verbraucherschutzvereine regional bis global, mit Hilfe von Fachleuten, Ingenieur/in und Designer/in in demokratischen Prozessen und in Abstimmungen selber entscheiden, damit ein gesellschaftliche Entwicklung statt findet kann. Güter, Produkte und Dienstleistungen sollten sich nach dem höchsten Umweltschutzstandards, Tierschutzstandards und technologischen Entwicklungen richten. Über Produktionsabläufe sollen alle Mitarbeiter/in die am Produktionsprozess beteiligt sind mitentscheiden und abstimmen. Dasselbe sollte auch für alle schlüsseltechnologischen und Struktur bedeutenden Unternehmen und Banken gelten.

Begründung: Die meisten Güter, Produkte, Waren und Dienstleistung, im heutigen Kapitalismus richten sich nicht nach den Menschen und gesellschaftlichen Bedürfnissen und höchsten technologischen umweltschutzmäßigen, tierschutzmäßigen Standart, sondern nach den höchsten Gewinnaussichten. Das Produkt, dass den meisten Profit verspricht, dass wird produziert. Dies kann bedeuten, dass minderwertige Produkte oder sogar ein schädliche Produkte hergestellt werden, die dem Menschen und der Umwelt nicht dienlichen sind. Es werden Ressource, Arbeitskraft, Arbeitsstunden und Lebenszeit damit verschwendet. Mit einer demokratischen Mitbestimmung auf allen Ebnenden kann dagegen gewirkt werden.

Weiter soll die politische und marktbeherrschende Macht und Plutokratie gebrochen oder zu mindesten begrenzt werden.


Diskussionen

  • Die zentralistische Wirtschaftlenkung ist immer einer pluralistischen Wirtschaftlenkung unterlegen.

    Alle Großunternehmen mit gleicher Strategie zu führen würde bei einem Fehler alle Unternehmen gleichermaßen schädigen. Zudem müssten diese Unternehmen vollständig aufgekauft werden, was überhaupt nicht zu finanzieren wäre. Die Enteignung von Privateigentum ist ebenfalls keine gute Idee.

    Mir scheint lediglich das Abschöpfen extrem hoher Gewinne sinnvoll, da diese in der Regel dadurch entstanden sind, dass die Arbeitnehmer in der überwiegenden Mehrheit ausgebeutet wurden.

  • Lies mal die Norm III (1) auch noch.

    Ich finde, da drin sind viele wichtige Dinge bereits doch sehr gut formuliert und angeregt, vieles zu verstaatlichen, wo es einfach besser wäre, aber auch private Initiativen zuzulassen, um die Kreativität der Menschen nicht zu behindern.

    Ich weiß nicht, irgendwie kann ich mich .. sollte ich das jetzt nicht falsch verstanden haben, wie Du das meinst .. mit dem Gedanken nicht anfreunden, nun private Großunternehmen irgendwann zu verstaatlichen, auch wenn die sich möglicherweise nicht wie die Axt im Walde benehmen und nach wie vor im Familienbesitz sind, nur eben schon länger und weiter vererbt.

  • Bevor ich da entscheide, was ich darüber denke, werde ich erstmal die Norm nachlesen gehen, wo Du es hin haben möchtest und muss mal sicherheitshalber dumm fragen:

    "Große Betriebe, Großunternehmen und Konzerne, die nicht mehr im Besitz der ersten Nachfolgegeneration der Grundfamilie sind und die derzeitig eine Umsatz über 1 Mrd. oder eine Personalstarke über 100000 Mitarbeiter/in haben sollten vergesellschafte werden, indem der Staat oder Gesellschaft die Produktionsmittel in Besitz nimmt."

    Also Umsatz und Personalstärke ist klar ... und ich vermute mit "die nicht mehr im Besitz der ersten Nachfolgegeneration der Grundfamilie sind" meinst Du folgendes:

    Mama und Papa haben sich selbständig gemacht, es an die Kinder vererbt und die bereits an die Enkelkinder von Mama und Papa.

    Die Enkel sollen es dann also nicht mehr privat übernehmen dürfen, sondern dann sollte es verstaatlicht werden.

    Verstehe ich das jetzt richtig? ..

    Wenn ja, wie kommst Du gerade darauf und wie begründest Du das, weil auch die Enkelchen wären ja noch in direkter Linie mit Oma und Opa verwandt.

    Also ich verstehe schon, was Dir durch den Kopf geht ,,,

    Oder meinst Du nicht Enkel, Bruder, Schwester und so, sondern dass man irgendwo dann im Bereich weit entfernter Verwandter Schluss machen sollte und wenn, erklär das bitte mal für Dumme genauer, ob Du nun Nichten und Neffen oder Verwandte noch weiter weg damit vielleicht meinst.

  • Ich denke, die Norm III (1) ist o.k. Zu entscheiden wäre jeweils, nicht kategorisch, wann/in welchem Falle eine wirtschaftliche Einheit/Betrieb/Unternehmen/Großunternehmen groß und/oder strukturbestimmend ist.

    Zitat Norm III (1) :

    Strukturbestimmende Großbetriebe der Wirtschaft wollen wir

    in demokratische gesellschaftliche Eigentumsformen

    überführen und kapitalistisches Eigentum überwinden.

    Auf welche Bereiche, Unternehmen und Betriebe sich die

    demokratische Vergesellschaftung erstrecken und in welchen

    öffentlichen oder kollektiven Eigentumsformen (staatliches

    oder kommunales Eigentum, Genossenschaften,

    Belegschaftseigentum) sie sich vollziehen soll, muss im

    demokratischen Prozess entschieden werden.

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