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Zu Norm IV (1.7) Frauen und Männer sind nunmal verschieden


Hallo,

gerade gestern habe ich zum Thema Frauentag von der Partei aus Schleswig-Holstein einen längeren Text bekommen, der mich darin bestätigt hat, dass Frauen hierzulande genau dieselben Probleme haben wir ich selbst auch .. und dazu gehört auch, endlich mal einzusehen, dass die Idee, dass sich Männer und Frauen den Haushalt teilen, einfach an der Realität vorbei geht.

Frauen und Männer sind nunmal verschieden.

Ich bin eine Frau und habe sicherlich mit typischen Frauenproblemen zu tun gehabt, solange ich lebe. Ich bin eine stolze Frau und werde nur ungern unterdrückt genauso wie ich keinen unterdrücken möchte.

Wie singen die Scherben so nett: Und weil der Mensch ein Mensch ist, hat er Stiefel im Gesicht nicht gern, er will unter sich keine Sklaven sehen und über sich keine Herren.

Dem kann ich mich nur anschließen.

Frauen sind die, die nunmal schon meistens die Kinder und Familie versorgen. Männer machen definitiv nur sehr selten wirklich den gesamten Haushalt, auch dann nicht, wenn die Frau noch Arbeit hat und der Mann keine und zu Hause ist. Da ich 4 Kinder und noch teilweise einen Enkel groß gezogen habe, als seine Mama noch zur Schule ging, habe ich eine Menge Erfahrung zum Thema Organisation in einer Familie. Das ist viel Arbeit und ganz sicher etwas, wo man, wenn man das anständig machen will, wirklich rotiert und sehr flexibel sein muss ... nur so erzieht man Kinderchen, die auch mal schaffen zu studieren und selbst später eine Familie durchzubringen, denn wenn man sie nicht fördert und fordert, wird das nichts. Auch wenn man als Frau intelligent ist, wenn man nicht wirklich auf Familie verzichtet, dann schafft man es nicht, eine wirkliche Karriere und die Familienarbeit unter einen Hut zu bringen, sondern wenn man das versucht, geht man kapputt dabei. Zur Familienarbeit gehört sicher genauso wie bei mir in genau dem Alter, das ich jetzt habe ... bin 57 ... später die Pflege der Eltern, wenn die nicht mehr können. Was in den Pflegeheimen los ist, ist ja nun leider traurig und allgemein bekannt und ich würde dort nicht früher sterben wollen als nötig. Dass das Menschen nicht doch müssen, dafür könnte es auch gut sein, wenn man auch diese Frauenarbeit neben der der Kindererziehung und der Organisation des Haushalts einmal wirklich überhaupt erstmal anerkennt. Es ist nur logisch, dass Frauen weniger verdienen als Männer, die meisten jobben ja nunmal nur .. man macht halt die Arbeiten, die sich mit Familie und Haushalt vereinbaren lassen, muss Abstriche machen und dann verdient man eben weniger, das ist Fakt.

Man sollte nicht daran vorbei reden, das bringt nichts, sondern es einfach mal so sehen, wie es ist und die Arbeit, die Frauen neben diesen Nebenjobs noch machen, und gut machen, auch so honorieren, dass Frauen eben nicht später schlechter da stehen als Männer, nur weil sie Frauen sind und ihr Leben lang typische Frauenarbeiten gemacht haben.

Frauen kriegen die Kinder und auch wenn ich das gut finde, dass auch Männer in den Erziehungsurlaub gehen können usw. ... Kinder gebären und stillen können sie deshalb nach wie vor nicht und werden es auch nie können, warum auch?

Emanzipation sollte niemals Gleichmacherei werden.

Frauen sind Frauen und Männer sind Männer.

Frauen sind aber nicht dümmer, schlechter oder minderwertiger als Männer, wir sind nur anders.

Ich finde, das ist gerade in meiner Jugendzeit, wo die Emanzipationsbewegung stark war, einfach übersehen worden.

Viele der Frauen, die damals aktiv waren, haben sich selbst oder ihre weibliche Generation extrem vermännlicht, und sowas ist doch Blödsinn.

Frauen haben fast immer auch andere Talente als Männer, auch wenn unsere Talente überlappend sein mögen .. rein genetisch ist das aber so und da ist auch gar nichts Schlimmes dabei.

Logisch mag es recht männlich angehauchte Frauen geben und recht weiblich angehauchte Männer, was auch kein Problem ist, Menschen sind ja Individuen ... dennoch wird die Masse der Frauen nunmal weiblicher sein als die Masse der Männer .. und ist Weiblichkeit ein Makel? Doch sicher nicht.

Ich gehe jetzt mal auf die o. a. Norm ein.

Ihr schreibt recht gut, dass lange Arbeitszeiten Frauen benachteiligen. Klar ist das so. Wenn ich als Frau Vollzeit schufte, habe ich nicht genug Zeit für Haushalt und Kinder es sei denn, ich hab noch ne Mama, die mir den Löwenanteil der Hausarbeit und der Kindererziehung abnimmt .. so habe z. B. ich das früher geschafft. Das sollte aber nicht die Regel sein, denn jede Mama hat eigentlich das Recht, auch was von ihrem Nachwuchs zu haben, finde ich.

Ihr schreibt dann da, die Erhöhung der Frauenerwerbsquote wäre so wichtig zu erreichen.

Wieso denn? Warum schafft Ihr nicht eine Welt, in der Frauen sich erstmal in Ruhe der Familie, dem Mann und den Kindern und auch den Alten widmen können und nur dazwischen mal leichter wieder in den Job zurück kommen und auch für diese Familenarbeit bißchen mehr erhalten als z. B. 27 Euro paar Zerhackte mehr Rente für ein Kind .. das ist doch ein Witz bei der vielen Arbeit, die es gemacht hat, ein Kind großzuziehen. Warum habe ich nach der Pflegezeit meiner Mama das Problem, wenn sie mir mal stirbt, dass ich mit fast 60 von heute auf morgen vor dem absoluten Nichts stehe .. ich kriege dann nämlich kein Areitslosengeld, habe auch noch eine zu große Wohnung, wo die ARGE mich raus schmeißen wird, keine Ahnung wovon ich die Beerdigung bezahle und keine Zeit zum Weinen, weil mir dann erst Probleme entstehen, die ich heute nur .. bin ja nicht blöd .. erahnen kann. Frauen, die Pflege machen, sind in keiner Weise danach auch nur ansatzweise abgesichert.

Und vorher, wenn sie Kinder erziehen, ja auch nicht wirklich.

Auch wenn das schon besser durchdacht ist als bei der Pflege.

Dass es familien- und kinderfeindlich ist, wenn die Arbeit immer flexibler wird, ist klar. Das habt Ihr gut formuliert. Insofern wäre halt auch das BGE eine gute Sache, dann könnte man sich halbwegs in Ruhe später wieder orientieren, was man nach der familienintensiven Phase gerne machen würde.

Da nicht jede Frau einen Partner hat, der auch ein Leben lang zu ihr steht .. ist nunmal leider so, ist Eure Forderung nach gut zu nutzenden und kostenlosen Kinderkrippen und Betreuungseinrichtungen für Kinder gut und wichtig.

Auch das Thema Gewalt, die gerade Frauen und deren Kinder oft erleben müssen, möchte ich hier mal aufgreifen, da Ihr es, und das ist gut, jedenfalls kurz angesprochen habt.

Ich bin geschieden und habe viel Schläge bezogen und Kinder, die heute eher zu meinem Ex-Mann stehen als zu mir, einfach weil sie vermutlich gelernt haben, ihre Mutter zu verachten. Ich hab mir anhören müssen, warum ich nicht früher gegangen wäre, denn das Leben zu Hause wäre unerträglich gewesen und dergleichen. Ich war meinen Kindern weder Mutter noch Vater, obwohl ich weitgehend die Aufgaben des Vaters übernommen habe und meine Mutter die der Mutter, es ging nicht anders. Wenn ich rebelliert habe, hat mein Mann mich geschlagen, der schon sehr früh .. habe mal mit 18 als halbes Kind geheiratet, weil ich eben schwanger war, war einfach zu jung und nicht aggressiv genug mich zu wehren, und war schon mit 20 dann so hoch verschuldet (hatte ein bezahltes eigenes Haus, auf das ich dann ständig Hypotheken aufgenommen habe, wenn er wieder Geld unterschlagen hatte, wußte mir nicht anders zu helfen, damit die Kinder genug zu Essen hatten), dass ich aus dieser Ehe genau genommen nicht mehr raus kam, weil es notwendig war, dass wir beide arbeiten. Ich hatte keine Zeit für meine Kinder, war also rein die, die das Geld verdiente. Das Privileg, sich viel mit den Kindern beschäftigen zu können, hatte meine Mama. Und wenn ich protestiert habe, hat mein Mann mich zusammen geschlagen. Hilfe .. nein habe ich nicht kennen gelernt, bis zuletzt. Hilfe hatte ich endlich, als ich nach 40 Jahren ausbrach und einen anderen Mann kennen lernte. Auch vorher nicht, obwohl ich mehrfach getrennt gelebt habe, denn mein Mann kam auch in meine eigene Wohnung hat hat mich da geschlagen. Die Polizei schaffte ihn ab und an weg .. dann war er eben einige Tage später wieder da und ich hab noch mehr Prügel bezogen und mich dann besser untergeordnet.

Hilfe für Frauen auszubrechen und von vorne anzufangen, auch mit Kindern ... es wäre so wichtig. Das möchte ich Euch nochmal sehr ans Herz legen.

Ich wohne jetzt mit meiner Mutter und meinem Partner in einem Sozialviertel. Ich habe gerade hier unzählte Frauen kennen gelernt, die geschlagen und mißhandelt worden sind und zum Teil solche Angst vor Männern haben, dass sie davon vollkommen beziehungsunfähig sind.

Ich nicht, bin immer eine Optimistin gewesen.

Was ich denke ist ... Frauen sind immer das letzte Glied in einer Kette von Frust und umso frustrierender die Arbeitswelt für Männer wird, umso mehr wird die Frau es sein, die das zu Hause abkriegt und die Kinder diejenigen, die das mit ansehen, unbewußt sich auch noch mit dem prügelnden Vater identifizieren und die schwache Mama, die Schläge kriegt, ablehnen und das Ganze, weil sie es so lernen, später in ihrer Familie erneut zelebrieren.

Das ist normal.

Ich habe ein Pony und Pferde sind Herdentiere.

Wenn ein ranghohes Pferd ein anderes tritt oder beißt, sieht es fast immer so aus, dass das dann eins, das rangnieder ist, auch tritt oder beißt, um seinen Frust loszuwerden bis zum letzten, das dann keins mehr hat, dass es treten und beißen kann und nur noch weglaufen kann.

Und genau diese Position haben oft Frauen in unserer Gesellschaft, wenn ihre Männer total gefrustet von nem Job wie Leiharbeit in einer Fabrik nach Hause kommen und gerade von ihrem Chef gefaltet wurden, aber nicht mehr kündigen können, weil sonst kein Geld mehr da ist.

LG Renate


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