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Nur eine Frage zum Thema Imperalismus und Krieg


Ich lese mich gerade wieder weiter durch unsere Normen hier. Bei II (7) Imperialismus und Krieg stellt sich mir folgende Frage, die mir schon oft durch den Kopf ging:

Wenn wir das ändern, weil wir die Wahl gewinnen ... könnten die USA dann so weit gehen, uns unter dem Deckmäntelchen, nur den Menschen helfen zu wollen und die Menschenrechte zu schützen oder was weiß ich, was sie sich ausdenken könnten, auch anzugreifen?

Seit ich diesen Staat erlebe, und das ist schon seit der Korea-Krise so, danach kam Vietnam und vieles mehr ... führen sie Krieg und ich hatte noch nie das Gefühl, dass das zum Besten der Menschen in diesen Ländern gewesen wäre. Seit wir da mitmachen und die SPD da mitzog, war ich fertig mit der Partei, die ich vorher lange gewählt habe ... ich empfand damals sogar eine gewisse Sympathie für die Grünen, die sich tapfer dagegen gewehrt haben, also damals im Fall Afghanistan, obwohl mir diese Partei sonst aus den unterschiedlichsten Gründen nicht wirklich gefällt.

Dennoch diskutiere ich z. B. oft mit meinen Kindern über dieses Thema oder auch anderen Menschen und oft schon kam die Frage auf ... wenn wir uns gegen diese Kriegstreiberei der USA stellen ... schmeißen sie dann Bomben in unser Land?

Und ist das vielleicht der Grund, warum immer wieder Politiker der anderen Parteien, die an der Regierung sind, dann so unverständliche Dinge tun, die doch dem eigenen Volk nur schaden?

Also Druck von dort?????


Diskussionen

  • Freiheit und Demokratie sind die angeblichen Leitmotive amerikanischer Politik.

    Der "amerikanische Traum", also die Möglichkeit sich aus der untersten Schicht bis ganz nach oben zu arbeiten ist für sich genommen eine gute Idee.

    Das Problem der Amerikaner besteht in der Annahme einer wirtschaftlichen Grenzenlosigkeit. Amerikanische Superreiche bzw. amerikanische Großunternehmen geben sich leider nicht damit zufrieden, innerhalb des ihnen zur Verfügung stehenden Territoriums ihren Traum zu leben, sondern meinen ihren Einflußbereich über ihre territorialen Grenzen hinaus erweitern zu müssen.

    Die Begründung hierfür ist relativ einfach, ewiges Wachstum ist nur mit maximaler Zufuhr von Ressourcen möglich. Sind diese Ressourcen innerhalb des eigenen Territoriums erschöpft oder begrenzt bzw. ist dies absehbar, müssen sie zur Aufrecherhaltung ihrer Wachstumsidelogie Einfluß auf exterritoriale Ressourcenquellen nehmen.

    Somit ist die Einflußnahme natürlich mit der Sicherheit und Sicherung dieser Ideologie verbunden. Ihnen bleibt gar nichts anderes übrig, als ständig danach zu schauen, wo sie intervenieren können.

    Besonders komisch fand ich den Film "Independance Day", in dem außerirdische Heuschrecken auf der Suche nach Ressourcen die Welt überfielen. Witzigerweise waren es die Amerikaner, welche diese Heuschrecken besiegten.

    Ich bin nun kein Arzt für Nervenheilkunde, aber irgendwie fand ich dies bemerkenswert.

    Wenn sich die Amerikaner ernsthaft auf ihre Leitmotive zurück besinnen würden, so dürften sie niemals Völker dafür bestrafen, welche sich aufgrund demokratischer Prozesse gegen ewiges Wachstum entschieden haben.

    Dieser Planet ist endlich, die auf ihm vorhandenen Ressourcen sind endlich, der amerikanische Traum ist auch in seiner Wachstumsvorstellung lebbar, nur eben nicht auf diesem Planeten.

    Es waren die Amerikaner, welche das unglaublichste Vollbracht haben, was sich kühner Menschenverstand vorstellen konnte: Die Landung auf dem Mond.

    Dies sollte die Richtung sein, in der Amerikaner ihre Expansionsbedürfnisse befriedigen, dagegen habe ich nichts, ich würde sie dafür bewundern...

  • ich denke es wäre ein erster, motwendiger schritt, dass deutschland endlich seine souveränität erhält. bisher haben wir nur eine duldung unserer entscheidungen von gottes, pardon, unter anderem von a,eriaks gnaden.

    dieser erste sschritt bedarf eines friedensvertrages mit allen sog. siegermächten.

    als zweiten schritt würde ich mir wünschen, dass auf deutschem boden weder ausländische truppen stationiert sind, noch darauf basen oder sonstige einrichtungen unterhalten.

    diesalles vermisse ich in dieser deutlichkeit im prg entwurf.

    als nächstes, nicht parallel, ist eine völlige einstellung von rüstungsproduktion zu exportzwecken gesetzlich zu verankern.

    ich denke, damit wäre deeutschland auf einem guten weg. allerdings befürchte auch ich, dass us-amerika unter dem deckmantel eienr befreiungsaktion deutschland von linken "säubern" könnte.

    wir sollten uns da keinen illusionen hingeben.

    • Es gibt einen Unterschied zwischen demokratischen und stalinistischen Linken.

      Dieser Unterschied drückt sich durch die zugrunde liegende Freiheit aus.

      Ich glaube, dass alle Amerikaner freiheitliche Bestrebungen unterstützen, tun sie dies nicht, begehen sie einen Bruch mit ihren eigenen Leitmotiven.

      • Hallo Ihr zwei,

        PS: danke Michael für die Info zu Deiner Person, hatte vorher eine klasse Erfindung (Patent) von Dir gefunden, war aber unsicher, ob Du das wirklich bist.

        Eine private Info über das Thema USA und Krieg und was sie außer Ressourcen noch davon haben, kenne ich über einen früher alten Brieffreund.

        Muss dazu etwas ausholen.

        Ich lernte Charles Henry M. Beacham auf einem Schiff nach Schweden kennen, für mich ein Betriebsausflug, er war unterwegs, um dort Kontakte zu knüpfen, wohin junge Männer mit einer Nummer für Vietnam (er hatte auch eine) flüchten könnten, falls sie hin müßten. Klar war das nur für reiche junge Amerikaner mit einer Nummer für Vietnam eine Option.

        Ich war seine Brieffreundin und ganz intime Freundin .. hab sogar ein Bankkonto für ihn geführt, womit er die Kosten für seine Geliebte in Florida unterhalten hat, wovon seine Frau keine Ahnung hatte ... ich habe mich mit meinem Freund Chuck wirklich über alles unterhalten .. 26 Jahre lang, bis mir irgendwann seine Frau so leid tat, dass ich .. leider .. mal aus Wut den Kontakt abbrach.

        Also Kind reicher Eltern, hatte noch 3 Geschwister, die natürlich alle studiert haben, Chuck Medizin, Bereich Pathologie, später Doktortitel im Bereich Immunologie, psychosomatische Krebsforschung, beschäftigte sich in erster Linie mit der Anzahl der krebsfördernden Zytokine unter entspannter Stimmung oder aber psychischem Druck, wo die zugenommen habe, was man zählen konnte.

        Er studierte in Philadelphia und landete schließlich später über die Arbeit in Augusta/Georgia, war dann zum 2. Mal verheiratet (seine erste Frau wollte keine Kinder und wurde in seinen Augen auch zu dick) und hatte mit seiner 2. Frau .. gläubige Baptistin, entsprechend spießig, was aber in meinen Augen klar gewesen sein sollte, als er sie geheiratet hat ...dann 3 Kinder und entwickelte so eine andere Denkweise, als er die als junger Mann und überzeugter Demokrat gehabt hat, fing an, gegen seine Überzeugung die Republikaner zu wählen, weil die Zukunft seiner Kinder für ihn Priorität hatte, die unter einer demokratischen Regierung nicht so gut ausgesehen hätte.

        Chuck hatte seine Familie mit einer Menge Aktien abgesichert, war ständig damit am jonglieren, für mich oft komplizierter nachzuvollziehen wie seine Forschung (mag daran liegen, dass ich mich persönlich schon immer für Biochemie interessiert habe, das Immunsystem, vor allen Dingen bei Pferden, ist auch heute noch mein Hobby). Eins habe ich auf jeden Fall begriffen. Es war für ihn ein Vabanque-Spiel ohne gleichen, an der Börse nicht irgendwann einfach komplett pleite zu gehen, obwohl er ja gut verdiente.

        Dann habe ich als zweites mehrfach mitbekommen, dass er sich, obwohl er mir mal wieder geschrieben hatte, er ist finanziell grad am Ende, dass immer wenn die USA irgendwo in einem neuen Krieg mitgemischt haben, die Aktien drüben rasant stiegen und schwupp di wupp war Chuck wieder obenauf.

        Er hat mir mal selbst gesagt, im Herzen wäre er immer noch Demokrat, aber es sei für ihn einach besser, die Republikaner zu wählen, weil die auch durch ihre höhere Bereitschaft, irgendwo Krieg zu führen, dafür sorgen würden, dass auch seine Kinder später eine Chance auf eine gute Zukunft hätten, weil das seine Aktien oben halten würde.

        Mehr verstehe ich davon leider nicht.

        Aber das wäre Punkt zwei ... Ressourcen einmal, Aktien oben halten als nächstes, was die USA davon haben, sich so zu verhalten.

        Freiheit ist ihnen wichtig, das ist klar.

        Und ich würde sagen, stalinistisch sind wir ja nun nicht .. ich bin es jedenfalls garantiert nicht, bin Wessi und zu der Denkweise sicher stark über die Erfahrungen meines Großvaters in der Weimarer Republik und Hitlerzeit gekommen, der vom Parteimitglied in der KPD zu einem in der NSDAP wurde und später da ohne Lebensgefahr nicht mehr raus gekommen wäre und sich sein Leben lang die Schuld am Tod seines Sohnes gab, der dann leider freiwillig an die Ostfront ging und dort fiel und Opa immer sagte, hätte er doch bloß früher was gegen die Partei gesagt, denn er wäre lieber selbst gestorben statt seines Sohnes. Diese Geschichten haben mich stark geprägt und mag der Grund sein, warum ich den Linken gegenüber auch immer positiv eingestellt war .. den Rest gab dann die Erfahrung meines Partners mit Randstad und meine mit der Pflege meiner Mama.

        Wobei .. die Amis lieben Kant.

        Kennt Ihr das kleine Buch von dem, das da heißt: Zum ewigen Frieden?

        Und wenn ich mit Chuck über das Thema Vernunft, also Kant, hab diskutieren wollen, dann ging das schlecht, weil die englische Sprache keinen Unterschied zwischen Vernunft und Intelligenz macht, aber das ist ja nunmal ein himmelweiter Unterschied. Mag sein, sie verstehen Kant nicht wirklich, aber die Art, wie sie die Welt beherrschen, wenn man Kants kleines Buch liest, kommt man auf den Gedanken, als ob sie sich daher und durch diese Philosophie eine Legitimation dafür ableiten könnten.

        Weil, auch wenn Kant es so nicht meinen wird ... es liest sich teilweise so, als ob für ihn eben nicht alle Menschen wirklich gleich sind und man doch allen nur helfen würde, wenn man sie unter eine Demokratie zwingt, die seinen Ideen entspringt.

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