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Erweiterungsvorschlag zu Norm IV (2.4)


Das Erziehungs- und Umgangsrecht betreffend möchte ich zum Thema Patchwork-Familien und so weiter ein schwieriges Thema aufgreifen. Nämlich das Umgangsrecht mit Kindern zu erleichtern, zu denen man einmal eine soziale Bindung hatte, auch wenn es zwischen den Erwachsenen um dieses Kind herum einmal Streit gab. Auch im Falle von ARGE-Empfängern zu gestatten, dass man, wenn man so ein Umgangsrecht hat, für so ein Kind oder Kinder Wohnraum für z. B. das Wochenende oder Ferienzeiten haben darf. Ich denke hier an Väter und Mütter, die ihre Kinder nach Scheidung oder Trennung nicht mehr bei sich haben, unabhängig davon, ob sie nun verheiratet waren oder nicht, aber weiter gehend auch an die Rechte von Großeltern, die in unserem Land bisher fast rechtlos sind, wenn es aus irgendwelchen Gründen in den Familien Streit gibt und sehr oft in die Situation kommen, mal als Ersatzeltern einspringen zu dürfen und dann wieder sogar den Umgang mit den Enkeln verboten zu kriegen und keinerlei Rechte haben, aber noch weitergehend auch an Kinder von Paaren, die länger zusammen gelebt haben und sich dann wieder trennten.

Kinder werden so oft aus Hass als Waffe benutzt, um Menschen damit zu verletzen, sie nicht mehr sehen zu dürfen.

Das sollte generell nicht erlaubt sein, egal ob man nun zu den leiblichen Eltern, ob mit oder ohne Trauschein, Großeltern, Onkel, Tante oder auch nur vorübergehenden Patchwork-Partnern gehört, die so ein Kind nunmal oft lieben.

Einzige Ausnahme, wenn die Kinder dadurch wirklich in Gefahr wären, weil diese Menschen z. B. gewalttätig oder sonstwie ungeeignet wären, mit einem Kind umzugehen.


Diskussionen

  • Eltern ja, Großeltern sicher auch; aber Onkel, Tanten, Stiefonkel und -Tanten, gute Freunde, der Nachbar und dessen Verwandte sicherlich nicht.

    • Hei ... also an Freunde und Nachbarn habe ich da nun sicher auch nicht gerade gedacht, weil man auch dieses Thema sicher übertreiben kann. Bei Onkeln und Tanten würde ich aber meinen, dass da oft sehr enge Bindungen entstehen können, gerade wenn es sich um Geschwisterkinder handelt, wenn man selbst keine hat. Ich kenne viele Leute, die sehr an den Kindern ihrer Geschwister hängen und genauso wie Großeltern in der heutigen Zeit in die Situation geraten können, bei einer Trennung so ein Kind dann, da sie zum Partner, der nicht das Sorgerecht hat gehören, auch einfach nicht mehr sehen dürfen.

      Ich selbst war auch noch nie in der Situation, nun einen neuen Partner mit Kindern gehabt zu haben, die noch zu Hause waren .. die Kinder meines jetzigen Lebensgefährten sind schon erwachsen, meine genauso ... aber ich kann mich rein denken, dass man bestimmt zu Kindern, mit denen man jahrelang zusammen gelebt hat, auch wenn es nicht die eigenen sind, eine wirklich enge Bindung haben kann.

      In meine Klasse ging früher ein junger Mann, dessen Vater tot war, der Junge war hochgradig drogensüchtig und ich habe mich oft mit ihm über seine Probleme unterhalten. Seine Mutter hatte nach dem Tod seines Vaters zunächst längere Zeit einen festen Partner, was dann aber nicht gehalten hat. Er traf den Mann immer noch, und zwar heimlich, weil die Mama das nicht hätte wissen dürfen und warf ihr vor, dass sie danach dann wirklich nur noch kurzfristige Beziehungen hatte, immer sofort alle mit zu Hause einziehen und sagte mir damals, es ginge ihn ja eigentlich nichts an, ob seine Mama sich rumtreiben würde ohne Ende, aber es sei so schrecklich, dass jeder neue Partner hemmungslos hätte an ihm rumerziehen dürfen, er jeden hätte Papa nennen müssen, aber wenn es aus gewesen sei, dann hat seine Mutter auch immer sofort erwartet, dass er wie sie auf Feindschaft umstellen würde und das hätte ihn vollkommen kapputt gemacht.

      Ich glaube, sowas passiert sicher sehr oft, denn heute halten so viele Beziehungen oft nur einige Jahre und ich finde nicht, dass Hass der Sorgerechts-Berechtigten unbedingt das Kriterium sein sollte, ob Kinder dann noch später auch zu Ex-Partnern ihrer Eltern, die nicht ein eigenes Elternteil sind, Kontakt haben können oder nicht, sondern das von Fall zu Fall schon möglich sein sollte .. und das nicht nur im Interesse der Ex-Partner, sondern sogar auch der Kinder, glaube auch, dass man so vielleicht sogar eher den Mut hat, in einer neuen Beziehung näher an die nicht eigenen Kinder ranzugehen, wenn man weiß, man hat später auch die Möglichkeit auf ein Umgangsrecht, sollte es nicht halten.

      Ich hoffe, das ist so halbwegs verständlich jetzt, wie ich das meine.

      LG Renate

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