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Zu Norm V (?) Kompetenz und genug Zeit der Volksvertreter


Die Vorfälle in Japan, aber auch die Art und Weise, wie unsere Regierung jetzt darauf reagiert, inspiriert uns zum Nachdenken. Ich würde meinen Partner und mich zu den Menschen zählen, die relativ intelligent, relativ gebildet und relativ überlegt sind und handeln. Ich hätte nicht die Zeit, als Volksvertreterin für die Linke wirklich aktiv zu sein, ich würde mir das nichtmal auf Kreistags-Ebene zutrauen. Ansonsten denke ich, dass ich ohne meine derzeitige soziale familiäre Verpflichtung ein Amt wenn, dann nur sehr gewissenhaft würde ausüben wollen, wozu nicht nur gehört, überall dabei zu sein, wo es nötig wäre, sondern auch, sich mit der Thematik, die dieses Amt beinhalten würde, umfalssend zu beschäftigen und sich in einem hohen Maß zu informieren. Ich würde das als meine Pflicht den Menschen gegenüber ansehen, die ich zu vertreten hätte, eher noch mehr als in jedem Job, den ich bisher ausgeübt habe.

Als ich vor längerer Zeit einmal eine Liste über die vielen Nebeneinkünfte von Guido Westerwelle und seine diversen Aktivitäten bekommen habe, dachte ich nur ... der Mann ist Außenminister, wenn er das alles tut, um nebenbei Geld zu verdienen, wann arbeitet er eigentlich in seinem ja nun sehr wichtigen Job als Volksvertreter für unser Land in so einer wichtigen Position?????

Ich habe auch früher als Schülerin viele meiner Mitschüler bei mir abschreiben lassen oder mit ihnen geübt, damit sie das Klassenziel noch erreichen konnten und insofern verurteile ich nicht jeden Menschen, der mal einem Mitschüler bei einer Klausur über die Schulter gesehen haben mag.

Dennoch habe ich mich gefragt, wie man jemand, der seine gesamte Doktorarbeit gefälscht hat, egal wie er nun sonst sein mag, noch in Schutz nehmen kann. Jemand der so unehrlich ist, ist einfach nicht tragbar für ein hohes Amt als Vertreter eines Volkes, das auf ihn und auch seinen Charakter, nicht nur seine Kompetenz angewiesen ist.

Ich möchte ganz sicher nicht von einem potentiellen Lügner und Betrüger vertreten werden, sondern lege Wert darauf, dass die Menschen, die man wählen kann, ehrlich sind.

Sie sollten aber auch kompetent sein und noch etwas anderes ist wichtig, sie müssen genug Zeit haben, sich ihrer Aufgabe auch wirklich widmen zu können.

Ich bin deshalb auch nicht unbedingt dagegen, dass Politiker in höhren Positionen genug verdienen und auch nach ihrer Amtszeit wirklich gut abgesichert sind.

Dafür würde ich aber auch erwarten, dass sie, wenn sie ein Amt annehmen, wirklich, wenn es über die Kreisebene hinaus geht, ihren Beruf nicht mehr ausüben, sondern sich Vollzeit ihrer Aufgabe widmen können und auf Bundesebene erst recht.

Es ist extrem wichtig, dass die Menschen, die man in solche Ämter entsenden, Zeit haben, sich in das Themengebiet einzuarbeiten, aber auch dieser Aufgabe gewachsen sind.

Man fragt sich so oft, wenn man vor den Auswirkungen irgendwelcher nicht durchdachter politischer Entscheidungen steht ... haben diese Menschen eigentlich mal darüber nachgedacht, was passiert, bevor sie dieses oder jenes neue Gesetz erlassen haben .. oft nämlich unter Garantie nicht, sondern dabei vieles übersehen, womit sich dann die Bürger in diesem Land hilflos auseinander zu setzen haben.

Als die ja zu begrüßende Entscheidung unserer Regierung fiel, nun doch eine mögliche Kehrtwende in der Kernenergie-Politik anzustreben, war die erste Frage meines Freundes die:

Geht das überhaupt einfach so? Werden diese Kernkraftwerke nicht möglicherweise mit den Ausland langfristige Lieferverträge haben und wird es nicht deshalb gleich als nächstes mit dem Ausland Probleme geben, wenn wir die nicht mehr einhalten?

Und klar .. heute morgen schon kam in den Nachrichten, dass wir natürlich langfristtige Lieferverträge über Energie mit dem Ausland haben und besagte Probleme schon auf uns zukommen.

Wie viel wurde eigentlich in diesem ganzen komplizierten Bereich überlegt? Wie viel Zeit hat eigentlich unsere jetzige Regierung damit verbracht, dieses komplizierte Thema zu bearbeiten, bevor sie da zu Entscheidungen kam?

An der Kompetenz gerade von Angela Merkel kann es nicht liegen, ich habe mich in ihren Berufsweg eingelesen und gerade der Bereich Atomkraftwerke müßte für sie zu verstehen sein nach dem, was sie in ihrem Leben gelernt und gemacht und sehr gut gemacht hat.

Wenn man über so wichtige Dinge abstimmen darf, sollte man auch in der Lage sein zu begreifen, was es bedeutet, worüber man da abstimmt.

Und dazu braucht man Ahnung, Zeit sich einzuarbeiten und der Job Politiker sollte ein Vollzeitjob sein, neben dem man nichts anderes mehr tun darf.

Dafür würde ich es auch unterstützen, sollten die Menschen, die man dann tatsächlich in die Parlamente schickt, auch gut genug bezahlt und danach auch gut genug abgesichert werden, damit sie nicht nach dieser Tätigkeit wie viele von den Bürgern in diesem Land bereits geschehen, in ein soziales Loch fallen.

Ich halte das hier für sehr wichtig, denn von den Entscheidungen der Politiker auf Landes- und Bundesebene können Leben abhängen.

LG Renate


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